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Verfügbarkeit

 

Ziel der Instandhaltung ist das Erreichen einer hohen technischen Verfügbarkeit und eines hohen Windstromertrags der WEA mit möglichst geringen Kosten. Moderne WEA erreichen an Land in der Regel eine Verfügbarkeit von 97 Prozent bis 99 Prozent [ISET 2008]. Für Offshore-Projekte ist, aufgrund der besonderen Standortsituation und den damit ver­bundenen Herausforderungen, wie Belastungen und Zugänglichkeit, generell mit geringeren Verfügbarkeiten zu rechnen [Wind Meer Stroma a]. Forschung und Industrie erarbeiten gemeinsam neue Methoden und Werkzeuge für optimierte und preagierende Instandhaltungsverfahren, mit den Zielen, die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen und die Kosten für Wartung und Instandset­zung zu reduzieren [Wind Meer Stroma a].

 

 

Ähnlich wie bereits bei den Ertragsdaten erwähnt, sind die Verfügbarkeitswerte von OWP betriebsinterne, vertrauliche Daten, die üblicherweise nicht veröffentlicht werden. Dass Offshore-Windparks eine technische Verfügbarkeit von 90 - 95 Prozent erreichen können, zeigen frühere Auswertungen und Veröffentlichungen. Die Abschätzungen der Ertragsdaten 2017 weisen darauf hin, dass die OWP im Mittel eine gute Verfügbarkeit gehabt haben mussten.

 

Wichtig ist, dass diese Offshore-Verfügbarkeitswerte dauerhaft erreicht werden können. Die Windparkbetreiber unternehmen diverse Anstrengungen und hohe Investitionen in Wartung und Service, um diese Ziele dauerhaft zu halten oder zu verbessern. Ein Hebel hierfür ist, die Serviceteams möglichst nahe an ihre Arbeit auf See heranzuführen. Konzepte hierfür sind zum Beispiel Hotelschiffe, die während der Einsätze vor Ort in unmittelbarer Nähe der Windparks stationiert sind und über Räumlichkeiten für Personal, Werkzeuge, Material und Werkstätten verfügen. Der Zugang zu den Offshore-Windenergieanlagen erfolgt dann entweder direkt vom Schiff mit Hilfe spezieller Zugangssysteme, die den Servicekräften einen einfachen und sicheren Übergang vom Schiff zu den Offshore-WEA ermöglichen oder mit kleinen Schiffen zum Transport von Personal und Material (Crew Transfer Vessel CTV).

 

Ein anderes, weniger flexibles, aber bei schwerer See komfortableres Konzept sind Wohnplattformen, die stationär für den Service eines oder mehrerer Windparks konzipiert werden. Zwei Beispiele: Von der Offshore Accomodation Platform »DanTysk OAP« erfolgen die Arbeitseinsätze für die OWP DanTysk und Sandbank; die Servicekräfte für Global Tech 1 leben während ihres 14-tägigen Schichtbetriebs im separaten Wohnbereich des Offshore-Umspannwerks GT 1 [GlobalTech1].

 

Über festen Boden unter ihren Füßen nach ihren Einsätzen freuen können sich die Serviceteams der OWP Meerwind SüdOst, Nordsee Ost und Amrumbank West. Ihr Basislager ist Helgoland, von hier aus erreichen sie bei geeigneten Seebedingungen vom Helgoländer Hafen mit CTVs die Offshore-Windparks, die etwa 25 - 40 km von Helgoland entfernt sind.

 

Noch Zukunftsmusik sind künstliche Inseln, die für weit entfernte Offshore-Cluster der Schlüssel für die aufwändige Wartungs-Logistik darstellen könnten. Denkbar wäre die Umsetzung so eines Konzeptes für die geplanten Projekte auf und bei der Dogger-Bank.