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Wellenhöhe und Zugänglichkeit

 

Die Zugänglichkeit per Schiff zu einer Offshore-WEA wird im Wesentlichen durch die Wellenhöhe bestimmt. In der Regel werden Wettersituationen mit einer signifikanten Wellenhöhe (Hs) von mehr als 1,5 m als »Weather Days« bezeichnet. Ab dann ist der Überstieg von Servicepersonal von einem Arbeitsschiff auf die Aufstiegsleiter der Offshore-Anlage zu riskant. Auch mit speziellen Zugangssystemen, die die Bewegungen des Schiffes kompensieren können, ist der Zugang zu Offshore-WEA nur bis etwa 2 Meter signifikante Wellenhöhe möglich.

Der Vergleich von Seegangsdaten von Fino 1, Fino 2 und Fino 3 belegen die unterschiedlichen Seebedingungen in Nord- und Ostsee für 2017 und auch über längere Beobachtungszeiträume an diesen Stationen. Beide Auswertungen zeigen, dass Installation, Wartung und Service von Offshore-Windparks in Hinblick auf Seegangbeeinträchtigungen in der Nordsee eine größere Herausforderung, verbunden mit einer reduzierten Zugänglichkeit darstellen, als in der vergleichsweise ruhigen Ostsee. Diese Zugangseinschränkungen spielen bei Installation, Inbetriebnahme und Service eine große Rolle.

 

 

 

Verteilung der mittleren signifikanten Wellenhöhe für Fino 1, Fino 2 und Fino 3 für 2017

Datenquelle: [BSH Forschungsplattformen]

 

 

 

 

  Verteilung der Verteilung der mittleren signifikanten Wellenhöhe für Fino 1, Fino 2 und Fino 3 für 2004 - 2017

Datenquelle: [BSH Forschungsplattformen]

 

 

Die Jahresgänge der Wellenmessungen für Nordsee (Fino 1) und Ostsee (Fino 2) zeigt die folgende Abbildung. Wieder klar erkennbar ist die geringere mittlere Wellenhöhe in der Ostsee. Fehlende Daten weisen auf Ausfälle der Messsysteme hin. An beiden Standorten sind die relativ niedrigeren Wellenhöhen im Sommer erkennbar. Da im Sommer niedrigere Windgeschwindigkeiten vorherrschen plus bessere Lichtverhältnisse, planen die meisten Betreiber ihre regelmäßigen Instandhaltungsaktivitäten für diese Monate ein.

 

 

 

 

 

Monatsvergleich der mittleren signifikanten Wellenhöhen in 2017 und im Mittel von 2013 bis 2016 an Fino 1, Fino 2 und Fino 3

Datenquelle: [BSH Forschungsplattformen]