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Volllaststunden

 

Wird der Jahresertrag einer WEA durch ihre Nennleistung dividiert, erhält man die Anzahl der Stunden die ebenjene WEA theoretisch bei voller Leistung betrieben werden müsste, um ihren Jahresenergieertrag bilanziell zu erreichen. Diese sogenannten Volllaststunden ermöglichen durch die Normierung auf die Leistung den Vergleich zwischen verschiedenen Standorten, Anlagen oder Jahren. Deutsche Onshore-WEA erreichten in 2017 nach vorläufigen Daten etwa 1760 Volllaststunden und lagen damit deutlich über dem Ergebnis des ertragsschwachen Vorjahres (+ 16 Prozent) oder den 5-Jahres (+ 7 Prozent) und 10-Jahres Mittelwerten (+ 6 Prozent). Die vorläufigen Volllaststundenzahlen für 2017 basieren auf den Hochrechnungsdaten der ÜNB. In der Vergangenheit wurden die tatsächlichen Erträge durch die Hochrechnungsdaten sowohl deutlich unter- als auch überschätzt. Der Einfluss der unterjährig installierten Leistung führt in 2017 zu einer Unsicherheit von rund 10 Prozent. Insgesamt wird das durch den Ertragsindex in folgender Abbildung zu erwartende starke Windjahr durch die vorläufigen Volllaststunden des deutschen Anlagenparks bestätigt.

 

 

 

Entwicklung der Onshore-Volllaststunden für Gesamtdeutschland

Datenquellen: [Keiler and Häuser], [BNetzA], [UeNB], [Hochrechnung TenneT TSO], [Hochrechnung Amprion],

[Hochrechnung 50Hz][Hochrechnung TransnetBW]

 

Die nachstehende Abbildung zeigt die mittleren historischen Volllaststunden in den Regelzonen der ÜNB im Vergleich zu den vorläufigen Volllaststunden des Jahres 2017. WEA, die in der Regelzone des ÜNB TenneT betrieben werden, erreichten im Durchschnitt über die Jahre 2011 - 2016 mit 1696 Volllaststunden die höchsten Werte. Mit durchschnittlichen 1655 Volllaststunden erreichten Anlagen in der Regelzone von 50Hertz die zweithöchsten Volllaststunden. Der Grund für die Unterschiede zwischen den verschiedenen Netzbetreibern liegt primär in der unterschiedlichen Standortqualität und dem installierten Anlagenportfolio. So handelt es sich beispielweise bei der Regelzone von TransnetBW ausschließlich um Binnenlandstandorte. Dort erreichten die wenigen älteren WEA in der Vergangenheit aufgrund der vergleichsweise schlechten Windbedingungen nur niedrige Volllaststunden. Durch den stark gestiegenen Zubau von Schwachwindanlagen sind die mittleren Volllaststunden in der Regelzone von TransnetBW deutlich angestiegen.

 

 

 

Volllaststunden in den vier Regelzonen der ÜNB (2011–2017)

Datenquellen: [Keiler and Häuser], [BNetzA], [UeNB], [Hochrechnung TenneT TSO], [Hochrechnung Amprion],

[Hochrechnung 50Hz][Hochrechnung TransnetBW]

 

 

Einen deutlichen Kontrast zu den vom deutschen Anlagenbestand erreichten Volllaststunden bilden die erwarteten mittleren Volllaststunden der in 2017 neu errichteten WEA. Mit 2738 Stunden liegen die erwarteten Volllaststunden der neuen WEA um den Faktor 1,68 höher als das 10-Jahres-Mittel des Anlagenbestandes.

 

 

 

 


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