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Einspeisemanagement

 

Unter bestimmten Voraussetzungen können die verantwortlichen Netzbetreiber die Einspeisung aus WEA vorübergehend abregeln, um eine Überlastung des Stromnetzes zu verhindern. Die dabei nicht produzierte Energie wird als Ausfallenergie bezeichnet. Vorher müssen jedoch alle Maßnahmen gegenüber konventionellen Energieerzeugern ausgeschöpft werden. Eine Veröffentlichung der Daten zum Einspeisemanagement erfolgt durch die BNetzA im Herbst des Folgejahres, weshalb in diesem Abschnitt die Daten bis Ende 2016 betrachtet werden.

 

 

 

Auswirkungen des Einspeisemanagements
Datenquelle: [Monitoringbericht der Bundesnetzagentur]

 

 Wie in der Abbildung erkennbar, sank die Ausfallarbeit in 2016 im Vergleich zum Vorjahr von 4722 GWh auf insgesamt 3743 GWh ab. Die Abregelung von erneuerbaren Energieerzeugern bezogen auf die Ausfallarbeit betraf 2016 zu 93,5 Prozent WEA, in 2015 hingegen nur zu 87,3 Prozent. Der Schwerpunkt lag in 2016 dabei mit 94 Prozent in den nördlichen Bundesländern Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Der Anteil des abgeregelten Windstroms an der Gesamtwindstromproduktion lag bei 3,48 Prozent und hat sich damit ggü. 2015 um 20 Prozent verringert. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Einer davon ist, dass sich die prägnanten Einspeisespitzen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent reduziert haben. Dennoch wird sich die Netzsituation in den nächsten Jahren voraussichtlich nicht entspannen. Dies kann unter anderem durch das verhältnismäßig schwache Windjahr 2016 und durch den weiteren starken Zubau in den kommenden Jahren erklärt werden [Monitoringbericht der Bundesnetzagentur].