Kontakt | Impressum | Quellen | FAQ | English | Suche

Tagesgänge onshore

 

Die Abbildung zeigt den Tagesverlauf der durchschnittlichen Onshore-Windleistung über die Winter- und Sommermonate. Das Leistungsniveau der Sommermonate 2017 entspricht mit einem Mittel von 6725 MW 51,2 Prozent der drei Wintermonate 2017 mit einem Mittel von 13 125 MW. Die durchschnittlichen Tagesgänge aus den einzelnen Jahren wurden mit der kumulierten installierten onshore Nennleistung am Ende des jeweiligen Jahres normiert.

 

 

 

 

Durchschnittliche Tagesgänge der Onshore-Wind­leistung in den Sommer- und Wintermonaten im Vergleich
Datenquellen:  [Hochrechnung 50Hz]

 

 

Besonders in den Sommermonaten lässt sich eine tageszeitliche Abhängigkeit des Leistungsniveaus beobachten. Diese Abhängigkeit zeigt sich in den einzelnen Jahren als auch im langfristigen Mittel. Von 0.00 Uhr bis 8.00 Uhr ist das Leistungsniveau leicht sinkend. Vom durchschnittlichen Tiefpunkt um 8.00 Uhr steigt das Leistungsniveau bis 14.00 Uhr für 2017 um etwa 49 Prozent, bezogen auf die absoluten Zahlen, für 2016 sogar um 62 Prozent an, um gegen 15.00 Uhr sein Maximum von etwa 8637 MW (2017) zu erreichen. Gegen Abend erreicht die Windleistung wieder das Niveau des Morgens. Diese tageszeitlichen Abhängigkeiten spielen in den Wintermonaten nur eine untergeordnete Rolle. Dieser Effekt entsteht durch die erhöhte Kopplung der bodennahen Luftschichten in Folge der Sonneneinstrahlung und der damit einhergehenden Thermik in den Sommermonaten. Durch die stärkere thermische Turbulenz wird der Wind aus höheren Schichten der Atmosphäre in bodennahe Schichten transportiert und es kommt zu einem Maximum der Windleistungsdichte in den Nachmittagsstunden [Crawford Hudson].